{"id":781,"date":"2020-07-05T10:50:28","date_gmt":"2020-07-05T08:50:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hubert-distler.de\/?page_id=781"},"modified":"2020-12-23T11:25:38","modified_gmt":"2020-12-23T10:25:38","slug":"leben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hubert-distler.de\/index.php\/leben\/","title":{"rendered":"Leben"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Hubert Distler (1919-2004)<\/h1>\n\n\n\n<p><a href=\"#kindheit\">1. Kindheit und Jugend<\/a><br><a href=\"#weltkrieg\">2. Zweiter Weltkrieg und Aufnahme des Studiums<\/a><br><a href=\"#studium\">3. Abschluss des Studiums<\/a><br><a href=\"#selbst\">4. Anfang der Selbstst\u00e4ndigkeit in M\u00fcnchen<\/a><br><a href=\"#olaf\">5. Zusammenarbeit mit Olaf Andreas Gulbransson<\/a><br><a href=\"#grafrath\">6. Hauptschaffenszeit in Grafrath<\/a><br><a href=\"#spaet\">7. Sp\u00e4te Jahre<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kindheit\">Kindheit und Jugend<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-92 size-medium\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"190\" height=\"300\" src=\"http:\/\/test.hubertdistler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ed-190x300.jpeg\" alt=\"Bild vor K\u00f6lner Dom\" class=\"wp-image-92\" srcset=\"https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ed-190x300.jpeg 190w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ed-768x1212.jpeg 768w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ed-649x1024.jpeg 649w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ed.jpeg 820w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><figcaption>Erste Reise Berlin, Hamburg, K\u00f6ln 1936<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Hubert Distler wurde am 13. Juli 1919 in Lindau am Bodensee als Sohn des Lokomotivf\u00fchrers Georg Distler und Margarete Distler (geb. M\u00fcnch) geboren. W\u00e4hrend seiner Volksschulzeit zog die Familie im Jahr 1926 nach Schongau in Oberbayern. Bereits in der Schulzeit zeigte sich sein k\u00fcnstlerisches Talent, so dass er sein Taschengeld mit dem Verkauf von Bildern aufbessern konnte. Von 1931 bis 1937 besuchte er die Realschule in Weilheim, wo er als bester Zeichner der Schule geehrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben seinem Interesse an der Kunst, trieb er auch mit Begeisterung Sport, was ihm sp\u00e4ter dabei half, seine schwere Kriegsverletzung zu ertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine erste Reise f\u00fchrte ihn noch w\u00e4hrend der Schulzeit durch ganz Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"weltkrieg\">Zweiter Weltkrieg und Aufnahme des Studiums<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Realschulabschluss 1937 war sein gr\u00f6\u00dfter Wunsch, Architekt zu werden. Da ihm f\u00fcr dieses Studium jedoch das Abitur fehlte, entschied er sich zun\u00e4chst f\u00fcr einen Milit\u00e4rdienst. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges arbeitete er als Funker und nahm an einigen Feldz\u00fcgen teil, die ihn in die Tschechoslowakei und Polen (1939), Frankreich (1940) und 1941 nach Russland f\u00fchrten. Auch in dieser Zeit fertigte er zahlreiche Zeichnungen und Malereien an.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank eines Wehrmachtserlasses wurde ihm 1942 ein Studienurlaub erm\u00f6glicht. Er bestand die Aufnahmepr\u00fcfung an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen und trat seine Ausbildung bei Professor Franz Klemmer (*1879 &#8211; \u2020 1964) an.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst 1942 musste Distler wieder an die Front. Aufgrund der milit\u00e4rischen Lage &#8211; kurz vor der Schlacht von Stalingrad 1942\/43 &#8211; war er gezwungen, seine T\u00e4tigkeiten als Frontzeichner aufzugeben. W\u00e4hrend des R\u00fcckzugs von Stalingrad wurde er am 23. Oktober 1942 in der N\u00e4he von Odessa schwer verwundet. In der Folge amputierte man ihm in einem Lazarett das linke Bein. Er erkrankte an Diphtherie und musste mehrmals nachamputiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit entstand eine enge Beziehung zu einer Krankenschwester. Der kurzen Ehe mit ihr entstammen zwei T\u00f6chter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"studium\">Abschluss des Studiums<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1946 nahm Distler das Studium der Monumentalmalerei und Wandgestaltung mit Ber\u00fccksichtigung christlicher Kunst bei Professor Klemmer wieder auf. Sein Nachfolger Professor Franz Nagel (*1907 -\u2020 1976) bef\u00f6rderte ihn zum Meistersch\u00fcler. Unterst\u00fctzt wurde er au\u00dferdem durch ein Stipendium der <em><a href=\"https:\/\/www.studienstiftung.de\">Studienstiftung des Deutschen Volkes<\/a>. <\/em>Schon w\u00e4hrend der Studienzeit beteiligte sich Hubert Distler an Ausstellungen und Wettbewerben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Innengestaltung der Pfarrkirche St. Maximilian in Augsburg 1950, zusammen mit Professor Nagel und anderen Kommilitonen, war eine der ersten modernen Nachkriegsarbeiten christlicher Kunst.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Nebenf\u00e4cher belegte Distler Radieren, Holzschnitt, Textilkunst und Schreinerei.<\/p>\n\n\n\n<p>In seinem Abschlusszeugnis vom 20. Mai 1952 schrieb Professor Franz Nagel:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eHerr Hubert Distler ist ein k\u00fcnstlerisch hochbegabter Mensch, der auf Grund seiner ausgezeichneten Leistungen zum Meistersch\u00fcler ernannt wurde. Seine \u00e4u\u00dferst produktive T\u00e4tigkeit umschlie\u00dft das grafische Blatt und das Tafelbild ebenso, wie den Wandteppich und das Freskobild. Seine Arbeiten sind von charakteristischer Eigenart und fanden noch in seiner Studienzeit die \u00f6ffentliche Anerkennung in Ausstellungen und Auftr\u00e4gen. Hubert Distlers feine menschliche Art und die Kompromi\u00dflosigkeit seines Strebens lassen f\u00fcr seine weitere Entwicklung das Beste erwarten.&nbsp;Distler ist Angeh\u00f6riger der Studienstiftung des Deutschen Volkes.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"selbst\">Anfang der Selbstst\u00e4ndigkeit in M\u00fcnchen<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-100 size-medium\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"196\" src=\"http:\/\/test.hubertdistler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ef-300x196.jpeg\" alt=\"Atelier in der Mandlstra\u00dfe\" class=\"wp-image-100\" srcset=\"https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ef-300x196.jpeg 300w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ef-768x501.jpeg 768w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ef-1024x667.jpeg 1024w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/fullsizeoutput_5ef.jpeg 1617w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Atelier in der Mandlstra\u00dfe in Schwabing &nbsp;(1958 bis 1963)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Den Schritt in die Selbstst\u00e4ndigkeit wagte Hubert Distler 1952. Im selben Jahr heiratete er seine Studienkollegin Eva Beer (* 1919 in Kronstadt in Siebenb\u00fcrgen; \u2020 2013). Aus dieser Ehe gingen Sohn Dedo und Tochter Marina hervor. Die Familie lebte zu dieser Zeit in M\u00fcnchen-Schwabing. Sein erstes Atelier bezog Distler 1958 in der Mandlstra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst arbeiteten Eva und Hubert Distler gemeinsam an Wandbeh\u00e4ngen, wie zum Beispiel Antependien, f\u00fcr kirchliche Einrichtungen. Die Arbeiten Distlers waren sehr abwechslungsreich: er nahm an Ausstellungen und Tagungen teil, gestaltete 1953 f\u00fcr ein Theaterst\u00fcck das B\u00fchnenbild, viermal, von 1954 bis 1958, entwarf er die Faschingsdekorationen im Haus der Kunst.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-180 size-medium\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"247\" src=\"http:\/\/test.hubertdistler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/grafik-300x247.jpg\" alt=\"Grafik Hubert Distler von 1957\" class=\"wp-image-180\" srcset=\"https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/grafik-300x247.jpg 300w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/grafik-768x631.jpg 768w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/grafik-1024x842.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Grafik 1957<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfen Einfluss auf seine Werke nahmen weiterhin seine Studienreisen, die&nbsp;ihn zu dieser Zeit mehrmals nach Italien, Spanien und in die Camargue f\u00fchrten. Das Erlebte verarbeitete er in Grafiken- und Gem\u00e4ldezyklen.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer wieder war Distler in der evangelischen Akademie in Tutzing aktiv, nahm an der 3. K\u00fcnstlertagung 1953 teil, stellte eigene Werke aus und schuf das Wandfresko \u201eOrdnung des Chaos\u201c im Auditiorium.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"olaf\">Zusammenarbeit mit Olaf Andreas Gulbransson<\/h2>\n\n\n\n<p>Hubert Distler lernte 1956 in der evangelischen Akademie in Tutzing den Architekten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olaf_Andreas_Gulbransson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Olaf Andreas Gulbransson<\/a>, Sohn des K\u00fcnstlers <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olaf_Gulbransson\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Olaf Gulbransson<\/a>, kennen. In der Zusammenarbeit und Freundschaft mit Gulbransson konnte Distler seine Idee der Verkn\u00fcpfung von Architektur und Malerei verwirklichen. W\u00e4hrend dieser Schaffenszeit entstanden unter anderem die Wandgem\u00e4lde in der Johanneskirche (Taufkirchen\/Vils) und in der St.-Thomas-Kirche (Augsburg) in Fresko-secco-Technik. In Ingolstadt, Hamburg und Kehlheim entstanden auch erste Glasfenster.<\/p>\n\n\n\n<p>Die intensive Zusammenarbeit nahm mit dem Unfalltod Gulbranssons im Sommer 1961 ein unerwartetes Ende. Im Sinne Gulbranssons vollendete Distler, der ja eigentlich Architektur studieren wollte, mehrere bereits begonnene Projekte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"grafrath\">Hauptschaffenszeit in Grafrath<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Herbst 1963 zog die Familie von M\u00fcnchen nach Wildenroth-Grafrath im Landkreis F\u00fcrstenfeldbruck. Ein gro\u00dfes Atelier erm\u00f6glichte es ihm dort, sich neben den Auftragsarbeiten auch vermehrt der Freien Kunst zuzuwenden. So schuf er, inspiriert durch seine Erlebnisse in der Camargue, Dreifarben-Holzschnitte zum Thema \u201eSonne und Dornen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die 60er-Jahre<\/h4>\n\n\n\n<p>Ab den 60er-Jahren wurde Distler zunehmend zu einem viel gefragten K\u00fcnstler. Davon zeugen sieben gro\u00dfe Wandgestaltungen (unter anderem in Geretsried, Weiden, Augsburg und Trier) und elf Glasarbeiten, sowie Antependien, Kreuze und Reliefs. Unterst\u00fctzt wurde Distler von seiner Frau Eva, die daf\u00fcr ihre eigene Kunst hinten anstellte. Seine Schaffenskraft machte sich in \u00fcber 50 Auftragsarbeiten deutlich (siehe <a href=\"http:\/\/test.hubertdistler.de\/?page_id=725\">Werksverzeichnis<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Nun begann auch die produktive Zusammenarbeit und enge Freundschaft mit dem Architekten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Lichtblau\">Franz Lichtblau<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu erw\u00e4hnen ist au\u00dferdem die Kooperation mit anderen Architekten, die im Kirchenbau t\u00e4tig waren, wie z.B. Karl-Heinz Schwabenbauer, Ludwig J.N. Bauer, Reinhard Riemerschmid, Prof. Dr. Wolfgang Rauda, Theo Steinhauser, A. K\u00f6hler , H. Ottl, L. Schl\u00f6r, K. Engelhardt, A. Oppermann und H. Reissinger (siehe auch <a href=\"http:\/\/test.hubertdistler.de\/?page_id=725\">Werksverzeichnis<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die 70er-Jahre<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Stil Distlers \u00e4nderte sich von den einf\u00fchlsamen, mystischen Fresken in Gulbranssons Kirchen hin zu Wandmalereien in helleren Farben. Er erhielt in dieser Zeit \u00fcber 50 Auftr\u00e4ge, nicht nur in Kirchen, sondern auch in anderen bedeutenden Geb\u00e4uden, wie Jugendherbergen, Freizeitheimen, Banken und Gemeindezentren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der freien Kunst wendete er sich bei der Gestaltung von Grafiken einer neuen Technik zu. Er verwendete Harzfarbe, erg\u00e4nzte diese mit Farbpigmenten und trug sie auf Papier auf. Durch das Aufsaugen \u00fcbersch\u00fcssiger Farbe mit Zeitungspapier erzielte er einen besonders feinen Farbauftrag. Die Konturen von Gegenst\u00e4ndlichem deutete Distler meist mit schwarzer Farbe an.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Technik erm\u00f6glichte ihm trotz des steten Zeitmangels eine Vielzahl an freien Arbeiten zu schaffen. H\u00e4ufig waren die Kunstwerke in Ausstellungen zu sehen (siehe <a href=\"http:\/\/test.hubertdistler.de\/?page_id=407\">Ausstellungsverzeichnis<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Neben einigen Glasfenstern in katholischen Kirchen, schuf er in den 70er-Jahren mehrere Wand- und Deckenmalereien, Relieftafeln und -friese.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei privaten Auftr\u00e4gen zeigte sich die Verkn\u00fcpfung der Thematik Sonne\/Himmel und Erde.<\/p>\n\n\n\n<p>In seinen Werken&nbsp; \u00e4u\u00dfert sich immer die Tendenz zur starken Vereinfachung mit wenigen gegenst\u00e4ndlichen Darstellungen. Die erfolgreiche Einbindung in verschiedenste Raumumgebungen verschaffte Distler auch Auftr\u00e4ge im historischen Bestand.<\/p>\n\n\n\n<p>In den 70er-Jahren f\u00fchrten ihn Studienreisen mehrmals nach Israel, in die T\u00fcrkei, \u00c4gypten und Griechenland. Seine Reiseskizzen verwendete er als Grundlage f\u00fcr sp\u00e4tere grafische Darstellungen (siehe <a href=\"http:\/\/test.hubertdistler.de\/?page_id=413\">Reiseverzeichnis<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">80er- und 90er-Jahre<\/h4>\n\n\n\n<p>Die 1. Verleihung des Kunstpreises der evangelischen Kirche 1980 an Hubert Distler steigerte seine Bekanntheit und f\u00fchrte zu einer sehr gro\u00dfen Anzahl neuer Auftr\u00e4ge. Unter anderem schuf er Wandfresken in 14 Kirchen und Gemeindes\u00e4len, Glasfenster f\u00fcr 20 Kirchen und Kapellen, Holzreliefs, Kanzeln, und Taufbecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben diesen Auftr\u00e4gen f\u00fchrten ihn seine Reisen nun auch nach Polen, Rum\u00e4nien, Rom und Moskau.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anzahl seiner Ausstellungen nahm stark zu, so auch bei der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr christliche Kunst M\u00fcnchen. Des Weiteren zeigte Distler 1988 Arbeiten in der Ausstellung \u201eLuther und die Kunst in Bayern\u201c in Bonn. Mit namhaften Vertretern wie Wilhelm von Kaulbach, Otto Dix, Max Beckmann und Marc Chagall wurde ein \u00dcberblick protestantischer Kunst von ihren Anf\u00e4ngen bis in die Moderne geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um seine Idee der Verkn\u00fcpfung von Architektur und Kunst umzusetzen und ein klareres Raumverst\u00e4ndnis zu erlangen, fertigte Hubert Distler in seinem Atelier stets Modelle der Kirchen an.<\/p>\n\n\n\n<p>Er erhielt mehrere Ehrungen, darunter 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande f\u00fcr sein Lebenswerk.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignnone wp-image-336 size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"3991\" height=\"2906\" src=\"http:\/\/test.hubertdistler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/TQnvUo8ZR7KHpwpBgAjsrg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-336\" srcset=\"https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/TQnvUo8ZR7KHpwpBgAjsrg.jpg 3991w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/TQnvUo8ZR7KHpwpBgAjsrg-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/TQnvUo8ZR7KHpwpBgAjsrg-768x559.jpg 768w, https:\/\/www.hubert-distler.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/TQnvUo8ZR7KHpwpBgAjsrg-1024x746.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch Thomas Goppel (r.) 1998<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"spaet\">Sp\u00e4te Jahre<\/h2>\n\n\n\n<p>Aufgrund seiner Kriegsverletzung, die ihn immer mehr einschr\u00e4nkte, zog sich Distler zunehmend zur\u00fcck. Die Anzahl der angenommenen Auftr\u00e4ge nahm seit Mitte der neunziger Jahre ab. Das letzte gro\u00dfe Werk war die Wandmalerei der evangelischen Kirche in Wasserburg\/Inn im Jahr 2002.<\/p>\n\n\n\n<p>Hubert Distler verstarb nach l\u00e4ngerer Bettl\u00e4grigkeit am 1. Juni 2004.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hubert Distler (1919-2004) 1. Kindheit und Jugend2. Zweiter Weltkrieg und Aufnahme des Studiums3. Abschluss des Studiums4. Anfang der Selbstst\u00e4ndigkeit in M\u00fcnchen5. Zusammenarbeit mit Olaf Andreas Gulbransson6. Hauptschaffenszeit in Grafrath7. Sp\u00e4te Jahre Kindheit und Jugend Hubert Distler wurde am 13. 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